Kanu- und Kajaksport
Navarras Flüsse sind für die Besucher besonders reizvoll zur Ausübung von Wassersportarten, da in der Region äußerst vielfältige Landschaften vorhanden sind: Im Norden fließen die Gewässer durch die Täler und Schluchten der Pyrenäen, in La Zona Media durchqueren sie jahrhundertealte Städte und im Süden schlängeln sie sich behäbig durch das fruchtbare, reichlich mit Obst und Gemüse bepflanzte Flachland von
Die Flüsse sind je nach Mündungsort Bestandteil eines der beiden wichtigen Wassereinzugsgebiete – des Kantabrischen Meers und des Mittelmeers. Die Zuflüsse zum Kantabrischen Meer verlaufen im Nordwesten der Region und sind aufgrund der mündungsnahen Quelle recht kurz, weisen jedoch wegen der starken hiesigen Niederschläge einen gleichmäßigen Wasserstand auf. Die Ausmaße der Zuflüsse zum Mittelmeer dagegen schwanken je nach Abschnitt und Jahreszeit.
Die befahrbaren Flüsse sind besonders deshalb interessant, weil es meist ruhige Gewässer sind, sodass auch Neulingen im Kanusport ein sicherer Einstieg ermöglicht wird. Erfahrenere Wasserratten können Fortgeschrittenenkurse belegen oder aus dem Angebot an Fahrten und Gewässern zur freien Ausübung wählen.
Die Pyrenäenflüsse bieten sich im Frühjahr an, wenn sie durch die abtauenden Schneemassen der im Winter eingeschneiten Berggipfel gespeist werden. Daher weisen sie ein pluvio-nivales Abflussregime und Abschnitte mit einem Schwierigkeitsgrad III-IV auf. Die wichtigsten Pyrenäenflüsse heißen Urrobi, Irati, Areta, Salazar und Esca. Angesichts der unterschiedlichen Abschnitte möchten wir auf die empfehlenswerten Strecken und deren Merkmale hinweisen:
| Fluss |
Start |
Ziel |
Kilometer |
Schwierigkeitsgrad |
| Urrobi |
Auritz-Burguete, nach 2,5 km auf der Nationalstraße N-135 auf die Landstraße NA-4251 abbiegen, bis man zum Landeplatz neben einem Häuschen am Flussufer gelangt. |
Unter der Brücke nach Arrieta |
6 km |
III-IV |
| Irati |
Aribe (Aezkoa-Tal). Anfahrt über die NA-140 zwischen Auritz-Burguete und den Täler Salazar und Roncal |
Ort Oroz-Betelu, nach dem der Stausee von Itoiz anfängt. |
9 km |
III-IV |
| Salazar |
Brücke der Landstraße NA-138, Abfahrt Richtung Bigüezal |
Brücke über den Salazar bei Usún, zu der man nach Durchquerung von Domeño an der Landstraße NA-138 gelangt. |
8 km |
III und Abschnitte mit IV (Vorsicht beim Staudamm am Ende der Strecke; komplizierter Ein- und Ausstieg) |
Esca
|
Nach dem Staudamm von Burgui, an der Landstraße NA-137 nach Roncal. |
An der Salvatierra-Brücke |
7 km |
III-IV (Strecke mit Deichen) |
Zu den Zuflüssen zum Kantabrischen Meer zählt auch der Bidasoa, der zwar ebenfalls ein Frühjahrsfluss ist, jedoch einen geringeren Schwierigkeitsgrad als die Pyrenäenflüsse aufweist.
In La Zona Media und La Ribera sind die Flüsse wasserreicher und gewährleisten einen gleichbleibenden Durchschnittswasserstand, der sie ganzjährig befahrbar macht. Zu ihnen zählen beispielsweise der Ega, der Arakil (ab Izurdiaga), der Arga, der Aragón und der Ebro mit einem durchschnittlichen Schwierigkeitsgrad von I-II.
In jedem Flussabschnitt gibt es Stellen mit wechselnden Techniken und Schwierigkeitsgraden, weshalb man sich im Voraus über die kritischen Punkte informieren sollte. Die Sturzbäche dieser Gegenden können mit offenen Kanus oder Kajaks befahren werden.
Praktische Informationen