Jagen und Angeln
Die natürliche Artenvielfalt der Region macht Navarra zum Paradies für Jäger und Angler. Viele Tierarten stehen in enger Verbindung mit der jeweiligen Umgebung, sodass die Hochjagd vor allem in den Pyrenäen und die Niederjagd in den übrigen Gegenden betrieben wird.
Die verschiedenen Varianten der Jagd und Anglerei hängen von den Spezies und den Gebieten ab. Noch heute sind althergebrachte Traditionen wie die seit dem 15. Jahrhundert betriebene Wandertaubenjagd in Etxalar erhalten geblieben. Von hohen Türmen, die mitten in den Naturlandschaften stehen, werden Raubvogelattrappen abgeworfen, um die Tauben tiefer fliegen zu lassen und so mit Netzen einfangen zu können. Im Oktober und November werden Führungen angeboten, bei der diese besondere Jagdtechnik erklärt wird.
Im Herbst werden hauptsächlich Tauben, Drosseln und Waldschnepfen gejagt, und von September bis Februar Wildschweine, Hirsche, Rehe und Damwild . Die Hasen- und Kaninchenjagd ist in ganz Navarra möglich und vor allem in La Zona Media und La Ribera sehr verbreitet. Touristen können auch das Jagdgebiet Coto de la Valdorba erkunden, wo sie Rebhühner, Fasane, Waldschnepfen und Wildschweine beobachten können.
Begeisterte Angler finden neben den forellenreichen Flüssen der Pyrenäen auch Bewässerungsgräben wie den Bidasoa zum Lachsfang und Gewässer vor, in denen der Krebsfang erlaubt ist. Vom Lachs dürfen nur maximal 50 Exemplare gefangen werden, um die Spezies zu erhalten. Der Krebsfang ist in den als Marschland ausgewiesenen Gebieten erlaubt, für die Jagd nach Signalkrebsen sind es die Flüsse Ebro, Arga, Aragón, Ega und Cidacos. Dafür gilt es jedoch, bestimmte Gebietsgrenzen und Bedingungen zu beachten, die im alljährlich vom regionalen Umweltministerium veröffentlichten Fischereiprogramm genannt sind.
In Navarra gibt es zahlreiche Jagdgebiete und Fischfanggründe. Die entsprechenden Verbände bieten Informationen über die genauen Standorte und deren Merkmale sowie die erlaubten Fangmengen und -größen.
Praktische Informationen